Evangelische Kirchengemeinde Hünfeld

Liebe Gemeinde!

„Eigentlich bin ich ganz anders, nur komme ich so selten dazu.“ Dieser Satz hängt mit drei unterschiedlichen Bildern bei uns im Gemeindebüro und stammt von dem ungarischen Dichter Ödön von Horváth.

„Eigentlich bin ich ganz anders, nur komme
...
ich so selten dazu.“ Meine These ist, dass das eine genauso feige Ausrede ist wie der Satz „Man darf sich nicht so ernst nehmen“ und dass die Aussage „Eigentlich bin ich ganz anders, nur komme ich so selten dazu“ eine Variante der Selbstrelativierung in Bezug auf die eigene Verantwortlichkeit ist.

Denn beide Sätze relativieren das eigene Ich. Der erste Satz „Eigentlich bin ich ganz anders...“ besagt: Was du von mir siehst, bin ich nicht. Das wirkliche Ich ist dir nicht sichtbar. Und daraus folgt: Eigentlich bin ich auch nicht wirklich verantwortlich für das, was ich tue.

Der zweite Satz „Man darf sich nicht so ernst nehmen“ besagt: Das eigene Ich ist schon ernst zu nehmen, aber doch irgendwie nicht. Die Frage ist: Was denn nun, ernst nehmen oder doch nicht? Und wieder gilt: So richtig verantwortlich für das, was ich tue, bin ich nicht, weil das, was ich tue, nicht so ernst zu nehmen ist. Dabei kenne ich keinen Menschen, der als Mensch nicht ernst genommen werden will.

Das zeigt schon eine einfache negative Kritik. „Du bist nicht über den Zebrastreifen gegangen, obwohl da Kinder waren.“ Auf eine solche Kritik reagieren die meisten von uns empfindlich. Oder wenn man etwas in der Öffentlichkeit vorgetragen hat und von jemandem angesprochen wird, dem es nicht gefallen hat. Dabei ist es doch eine Tatsache, dass Geschmäcker verschieden sind. Dem einen gefällt das besser, der anderen jenes – unabhängig davon, wie objektiv gut das Vorgetragene war. Aber der Betreffende fühlt sich in seinem Ich betroffen, weil er sich selbst ernst nimmt und auch von anderen ernst genommen werden möchte.

Es soll ja Menschen geben, die sagen, dass ihnen Kritik oder Fehltritte nichts ausmachen, weil sie sich selbst nicht so ernst nehmen. Das ist das Geheimnis, denke ich dann. Das müsste man schaffen! Sich einfach nicht so ernst nehmen! Aber dann sehe ich mir die Menschen, die so etwas sagen, genauer an und gerate ins Zweifeln. Das sind oft Leute, die in der Öffentlichkeit stehen und von denen man ahnt, dass sie dort nie gelandet wären, wenn sie sich nicht auf die ein oder andere Weise eben doch sehr ernst nehmen würden.

„Man darf sich selbst nicht so ernst nehmen“ ist ein typischer Interview-Satz prominenter Menschen. Das ist die erste merkwürdige Sache an dieser Aussage. Die zweite ist, dass es gleichzeitig keine schlimmere Beleidigung für einen Menschen gibt als das Urteil, dass man ihn „einfach nicht ernst nehmen könne.“

Der Satiriker Jan Böhmermann ist auch so einer, der gern sagt, er nehme sich nicht so ernst. Natürlich, er ist ja auch so etwas wie ein Comedian. Der Grund, den er für seine vorgebliche Nichternsthaftigkeit angibt, ist aber auch dann sehr aufschlussreich, wenn man ihn auf Menschen bezieht, die keine Comedians sind und trotzdem auf ihrer vorgeblichen Nichternsthaftigkeit beharren. Er lautet: „Ich werde ganz gern nicht ernst genommen, einfach, weil man dann nichts falsch machen kann. Ernst genommen werden sollen andere – und verantwortlich sein für ihr Tun.“ Dieser Gedanke klingt im ersten Moment ziemlich lässig und heiter, vielleicht sogar weise, nach dem Motto: „Ich habe verstanden, wie man mit dem Leben klarkommt.“ Aber bedeutet der Gedanke nicht das Gegenteil? Bedeutet er nicht eigentlich: „Ich will alles richtig machen. Mich soll keiner kritisieren können. Ich bin verletzlich, ängstlich, angespannt und getrieben, und das darf keiner merken, denn sonst falle ich vielleicht auseinander vor Schmerz und kriege mich nie wieder repariert.“

Wenn man „ernst nehmen“ googelt, stößt man auf die vielfältigsten Bedeutungsebenen. Auf jene sich selbstironisch gebenden Prominenten einerseits und andererseits auf gehässige Autoren oder Kommentatoren, die sehr diskreditierende Dinge über Dritte sagen, und dass diese „einfach nicht mehr ernst zu nehmen“ seien. Und man gerät in Foren, in denen weniger prominente Menschen anderen verzweifelt ihr Herz öffnen und um Hilfe bitten.

Das klingt dann zum Beispiel so: „Ich (…) fühle mich von meiner Umwelt nicht ernst genommen. Ich habe im Internet schon viele Beiträge zu diesem Problem gefunden. Meistens wird dann geraten, dass man sich erst selbst ernst nehmen muss, um von anderen ernst genommen zu werden. Aber genau hier ist der Punkt. Wie soll das gehen, wenn man merkt, dass die meisten Leute einen eben nicht ernst nehmen, auf einen runterschauen? Ich meine, das zieht einen doch unweigerlich runter, löst Zweifel und Komplexe aus.“

Daraus schließe ich: Sich nicht so furchtbar ernst nehmen zu wollen, ist eigentlich nur der verzweifelte Wunsch nach Unverletzbarkeit. Sich tatsächlich wortwörtlich nicht mehr ernst zu nehmen, ist psychisch krank, denn das würde bedeuten, seine sozialen, emotionalen und körperlichen Bedürfnisse zu missachten.

Der Fehler könnte der sein: Es geht gar nicht darum, sich nicht „ernst“ zu nehmen. Es geht darum, sich nicht so wichtig zu nehmen. Ein entscheidender Unterschied. Man sollte also diese ganze „Ich nehme mich ja gar nicht ernst“-Faselei in Zukunft sein lassen. Sie ist sprachlich und gedanklich falsch, nebenbei feige und verantwortungslos. Außerdem haben Gedanken einen großen Einfluss auf unser Selbstbewusstsein, sodass der, der sich selbst nicht ernst nimmt, weil er ja eigentlich anders ist, sich wirklich nicht ernst nimmt.

„Sich selbst nicht ernst nehmen, weil man ja anders ist“, ist eine ewig vor-auseilende Entschuldigung. Es ist eine notorische Flucht aus der Verantwortung für die eigenen Worte und Taten, ein Verstecken hinter dem Vorhang der Ironie. Wer anderen immer sagt: „Nimm das doch nicht so ernst, was ich gesagt habe. Ich selbst tue das ja auch nicht. Was bist du für ein Trottel, dass du mich ernst nimmst. Haha!“, der schiebt ja nicht nur immer den anderen die Schuld in die Schuhe, er zementiert auch immer wieder aufs Neue seine eigene darunterliegende Angst.

Denn genau das tut man doch damit: Man verlacht und beschämt Menschen, denen es wirklich ernst mit etwas ist und fügt ihnen damit genau das zu, was man selbst am allermeisten fürchten würde – wenn man sich denn mal trauen würde, etwas ganz im Ernst zu sagen. Und das sollte man. Weil es ehrlich ist. Und weil Ehrlichsein gut ist.

Gott hat jeden Menschen so sehr geliebt, ihn so ernst und wichtig genommen, dass er seinen Sohn für uns gab, damit wir nicht verloren gehen, sondern das ewige Leben haben. (Joh 3,16)
Gott nimmt uns ernst – und weil er das tut, sollten auch wir uns selbst ernst nehmen und die sein, die wir sind – von Gott so sehr geliebt, dass er uns alles gegeben hat – seinen Sohn –, damit wir Gemeinschaft mit ihm haben können. Passionszeit und Ostern heißt, sich selbst ernst nehmen.

Ich wünsche Ihnen gesegnete Zeit

Pfarrer Stefan Remmert

Neue stellvertretende Vorsitzende des Kirchenvorstands

In der konstituierenden Sitzung des Kirchenvorstands am 21. November 2019 wurde Frau Ulrike Dietz einstimmig zur neuen stellvertretenden Vorsitzenden des Kirchenvorstands gewählt. Frau Dietz ist seit 16 Jahren Mitglied des Kirchenvorstands und vertritt unsere Gemeinde seit 2014 auch in der Synode unseres Kirchenkreises. Wir danken Frau Dietz für Ihre Bereitschaft, dieses wichtige Amt zu übernehmen und wünschen ihr für ihr weiteres Wirken viel Freude und Gottes Segen.

Adventlicher Bastelvormittag für Grundschulkinder

Pünktlich zum ersten Advents-wochenende fand am Samstag, den 30. November 2019 um 10 Uhr das traditionelle Adventsbasteln für Kinder im Grundschulalter im evangelischen Gemeindehaus statt. Zum dritten Mal wurde die Aktion tatkräftig durch drei Jugendliche
...
unterstützt, die im Jahr 2018 in unserer Gemeinde konfirmiert wurden. Diese bereicherten den Vormittag durch das Vorlesen einer Geschichte und natürlich durch ihr kreatives Talent, mit dem sie den Kindern an fünf Bastelstationen mit Rat und Tat zur Seite standen. Gemeinsam wurden Windlichter beklebt, leckere Lebkuchen-Kerzen gestaltet, Sterne aus Walnussschalen gebastelt, Kiefernzapfen mit bunten Pompons verziert und zuletzt Papiertüten für den Heimtransport der „Schätze“ dekoriert. Nach zweieinhalb Stunden waren Klein und Groß wunderbar auf die beginnende Adventszeit eingestimmt und gingen zufrieden nach Hause oder auf den Hünfelder Weihnachtsmarkt.

Andrea Durstewitz

Jesus macht Mut!

Kinderbibeltag zur Jahreslosung „Ich glaube,
hilf meinem Unglauben“
(Markus 9,24) am 14. Februar 2020

Das kennt doch jeder, oder? Manchmal gibt es Situationen, in denen wir einfach nicht mehr weiter wissen. Manchmal sind wir
...
traurig, ratlos oder verzweifelt. Manchmal fehlt uns der Mut. Wir fühlen uns allein – im wahrsten Sinne des Wortes von Gott und den Menschen verlassen. In diesen Momenten fällt es uns schwer, daran zu glauben, dass Gott wirklich bei uns ist und uns helfen wird.

Über das Zweifeln und Grübeln, über Mut und Vertrauen dachten wir am Kinderbibeltag im Gemeindehaus in Hünfeld mit einer diesmal eher kleinen Gruppe von 5 Kindern nach. Gemeinsam wollten wir darüber sprechen, wann wir Zuspruch und Ermutigung am meisten benötigen und wie Jesus und unser Glaube an Gott uns in diesen Situationen bestärken. Zu diesem Thema wollten wir natürlich nicht nur diskutieren, sondern wie immer auch singen, basteln und beten.

Dabei passte das Thema unseres ersten Kinderbibeltags im Jahr 2020 zur Losung, die für dieses Jahr ausgegeben wurde. Um den Zweifel an Gott und am eigenen Glauben geht es nämlich auch in der biblischen Geschichte aus dem neunten Kapitel des Markusevangeliums, aus der die diesjährige Jahreslosung stammt. Die Erzählung handelt von einem Vater, der mit seinem kranken Sohn zu Jesus kommt und um Heilung bittet. Der Junge windet sich unter Krämpfen – heute würde man die Krankheit des Kindes wohl als Epilepsie bezeichnen. Zunächst fleht der Vater Jesu Jünger an, ihm zu helfen, doch diese erklären sich außerstande, das Kind zu heilen. Darüber wird Jesus sehr wütend, da seine Jünger meinten, nichts für den kranken Jungen tun zu können, und sagt: „Alle Dinge sind möglich dem, der da glaubt“ (Mk. 9,23). Als der verzweifelte Vater dann bekennt „Ich glaube, hilf meinem Unglauben“, hilft Jesus dem Kind, und der Junge ist geheilt.

Vom Zweifeln im Glauben erzählt auch die zweite Bibelnacherzählung, die wir an diesem Nachmittag – untermalt durch ein Spiel mit wunderschönen, handgemachten Puppen, einer Leihgabe extra für unseren Kinderbibeltag – hörten. Im Matthäusevangelium (Mt. 14, 22-32) wird berichtet, wie Jesus über das Meer geht. Petrus möchte ihm folgen und bittet Jesus, ihn zu sich zu rufen. Dies tut Jesus auch, und so begibt sich Petrus ebenfalls auf das Wasser und geht über das Meer auf Jesus zu. Doch ein aufkommender Sturm und die daraus entstehenden Wellen ängstigen Petrus so sehr, dass er das Vertrauen verliert und zu sinken beginnt. Jesus nennt ihn einen Kleingläubigen und fragt, warum Petrus gezweifelt habe. Als er seinen Jünger aus den Fluten rettet und zurück zum Boot der übrigen Jünger bringt, sind diese sich alle sicher: Jesus ist Gottes Sohn.

Passend zu diesen beiden Bibelgeschichten, die vom Zweifeln und Verzweifeln, aber auch von Mut und Vertrauen in Gottes Hilfe erzählen, bastelten wir wieder einmal an drei verschiedenen Stationen. Das sicherlich vielen Kindern bekannte „Himmel-und-Hölle“-Faltspiel gehörte ebenso dazu wie ein Mobile, das bildlich zeigt, wie nah Zweifeln und Vertrauen manchmal liegen. Die Geschichte vom Jünger Petrus auf dem Wasser regte uns dazu an, eine wunderschöne „Geschichten-Kiste“ zu basteln, in der wie in einem Guckkasten die Erzählung illustriert wird.

Umrahmt wurde der abwechslungsreiche Nachmittag von unseren Kinderbibeltags-Liedern, die allen schon ganz vertraut waren: „Danke für einen guten Morgen“ sangen wir zur Begrüßung, und auch „Komm, Herr, segne uns“ sowie das gesungene „Vater unser“ durften natürlich nicht fehlen. Zum Abschluss des nicht nur nachdenklichen, sondern auch fröhlichen Nachmittags gab es wie immer nach einem gemeinsamen Tischgebet und dem Segen leckere Pizza.

Am Ende stand für uns alle fest: Zweifel gehören zum Glauben dazu – Zweifeln ist menschlich! Aber wir wissen auch, dass Jesus immer an unserer Seite ist, um uns zu helfen und uns Mut zu machen. Und wenn es auch manchmal Situationen gibt, in denen wir Angst haben und in denen wir nicht mehr wissen, wie es weitergeht, schenkt unser Glaube uns neues Vertrauen und neue Zuversicht. Wie der Vater in unserer Geschichte können wir in solchen Momenten bitten: „Ich glaube, hilf meinem Unglauben“ – und Jesus wird für uns da sein.

Nun planen wir schon wieder mit viel Vorfreude den nächsten Kinderbibeltag, der am 6. März von 16.00 Uhr bis 18.30 Uhr stattfinden wird. Als „Weltgebetstag der Kinder“ wird dieser Kinderbibeltag dann – wie auch der Weltgebetstag der „Großen“ – das Land Simbabwe zum Thema haben. Anmeldungen werden gern im Gemeindebüro entgegengenommen. Wir freuen uns auf Euer Kommen!

Dr. Nikola Kühn-Schwerdfeger

Dank für Spenden zugunsten von „Brot für die Welt“

Auch im vergangenen Jahr hat eine Gruppe von Frauen aus unserer Gemeinde schon Monate vor Eröffnung der neuen Aktion „Brot für die Welt“ Dekorationsartikel für die Advents- und Weihnachtszeit gebastelt und im Anschluss an den Gottesdienst am ersten
...
Adventssonntag im Gemeindehaus sowie beim Weihnachtsmarkt der Stadt Hünfeld auf dem Anger verkauft. Die kreativen Ideen für die Artikel stammten einmal mehr von Frau Marianne Mihm, die die Bastelaktionen auch wieder angeleitet hat. Der Verkauf erbrachte einen Reinerlös von 1.906,- Euro. Allen Frauen, die durch Basteln und Verkauf der Artikel zu diesem erfreulichen Ergebnis beigetragen haben, sei dafür noch einmal herzlich gedankt!

Das Spendenaufkommen für „Brot für die Welt“ betrug von Beginn der Aktion bis Ende Januar 4.324,72 Euro. Auch dafür danken wir allen Spenderinnen und Spendern herzlich.

Kirche sein für Kinder und Jugendliche: Die Evangelische Jugend

Können die Kinder und Jugendlichen im Kooperationsraum von gemeinsamer Jugendarbeit profitieren?

Von Hünfeld bis Mansbach über Eiterfeld, Burghaun und Langenschwarz, der Kooperationsraum, dem die Kirchengemeinde seit 2018 angehört,
...
deckt eine große Fläche ab. Vier Kirchengemeinden bzw. Kirchspiele mit fünf Pfarrern arbeiten seitdem zusammen an dem Ziel, Angebote für Kinder und Jugendliche umzusetzen. Seit zwei Jahren bin ich, Janine Frisch, als Gemeindereferentin zusätzlich mit dieser Aufgabe betraut.

Die bisherigen Angebote in den Gemeinden sind sehr unterschiedlich und werden nicht immer gleich gut angenommen. Der Aufbau neuer Veranstaltungen ist eine Herausforderung. Welches Angebot ist für welchen Ort das Richtige? Was kann in Kooperation und Zusammenarbeit gestaltet werden? Welche anderen Beteiligten sollen in die Gestaltung mit einbezogen werden? Und was wollen oder brauchen die Kinder und Jugendlichen eigentlich? Diese Fragen sind nur einige Punkte, die im laufenden Orientierungsprozess gedacht worden sind.

Ein Ziel der Evangelischen Jugend ist es, Kindern und Jugendlichen das voraussetzungslose Angenommensein jedes Menschen durch Gott erlebbar zu machen. Ich möchte Kindern und Jugendlichen das Evangelisch- und Kirche-Sein als wunderbare Möglichkeit näherbringen. Eine Möglichkeit, Teil einer Gemeinschaft zu sein, in der sie sein dürfen, wie sie sind. Sie sollen Kirche so erleben dürfen, dass sie, wenn sie selber die Wahl haben, sich selbstständig dazu entscheiden würden, ein Teil davon zu sein. Das ist kein einfaches Ziel und in Zeiten der vielfältigen Wahlmöglichkeiten vielleicht schwieriger denn je.

Im Moment werden bereits einige bestehende Angebote im Kooperationsraum fortgeführt und neue umgesetzt. Die ökumenische KinderBibelWoche (03.-07.08.2020) findet z. B. wieder statt. Aufgrund räumlicher Veränderungen zieht diese 2020 allerdings nach Burghaun. Sie ist offen für alle Kinder von der 1.-4. Klasse. Im Sommer wird außerdem wieder eine Kanutour (03.-05.07.2020) und das erste Mal ein Zeltwochenende (14.-16.08.2020) für Jugendliche angeboten. Projekte zur Verknüpfung von Jugend- und Konfirmandenarbeit wurden bereits erprobt und weitere sind in Planung. Im Anschluss an die Konfirmation soll es ab diesem Jahr ein regelmäßiges Angebot für die Konfirmierten geben. Vor Ostern nehmen die ersten Jugendlichen aus dem Kooperationsraum an der Jugendgruppenleiterausbildung, dem Bunten Grundkurs, teil. Ich freue mich, mit ihnen neue Veranstaltungen planen zu können und hoffe, im kommenden Jahr mehr Jugendliche für die Mitarbeit als Teamer begeistern zu können.

Was ist ein Teamer?

Ein Teamer ist eine Person, die die Jugendgruppenleiterausbildung absolviert hat und damit die JuLeiCa erwerben kann. Teamer können in den unterschiedlichsten Gruppen und Aufgaben in der Gemeinde ehrenamtlich tätig sein, zum Beispiel in Kindergruppen, im Konfirmandenunterricht, bei Kinderbibeltagen oder Kinderbibelwochen. Nur mit der Unterstützung durch Teamer ist eine Arbeit in großer Vielfalt möglich - so wie in allen anderen Bereichen auch.
Sie sehen, im Kooperationsraum ist einiges in Bewegung. Genauso, wie sich unsere gesamte Landeskirche auf den Weg gemacht hat, den Veränderungen unserer Zeit zu begegnen. Die Frage danach, ob die Kinder und Jugendlichen von der Zusammenarbeit im Kooperationsraum profitieren, beantworte ich mit einem klaren Ja. Die Wege junger Menschen gestalten sich anders als die Grenzen unserer Kirchengemeinden. Wenn die Zusammenarbeit dazu führt, dass wir diese Grenzen im Sinne ihrer Interessen überwinden, kann das für alle positiv sein.

Janine Frisch

Gemeindereferentin mit dem Schwerpunkt Kinder und Jugend im Kirchenkreis Fulda und im Kooperationsraum Nord
Mobil: 0176 76859756
Mail: janine.frisch@ekkw.de
Ich freue mich jederzeit über Anregungen und Vorschläge. Bei Nachfragen stehe ich gerne zur Verfügung.
Janine Frisch

Gottesdienst zum Reformationsfest

Am 31. Oktober 2019 fand in unserer Kirche der Reformationsgottesdienst für die Gemeinden des Kooperationsraums Nord statt, zu dem alle evangelischen Gemeinden des Altkreises Hünfeld gehören.

Gut, dass wir einander haben
Der Gottesdienst
...
in der erfreulich gut gefüllten Kirche erwies sich in doppelter Hinsicht als echter Kooperationsraum-Gottesdienst. Denn der Gottesdienst wurde nicht nur von Mitgliedern aus allen Gemeinden unseres Kooperationsraums besucht, sondern auch von Mitwirkenden aus verschiedenen Gemeinden mitgestaltet. Der Posaunenchor unter Leitung von Frau Andrea Hofmann, der dem Gottesdienst einen festlichen Rahmen gab, bestand aus Bläserinnen und Bläsern aus Burghaun, Langenschwarz und Erdmannrode; und dem „Con-Chörchen“, das von Sebastian Müller geleitet wurde, gehörten Sängerinnen und Sänger aus Burghaun, Rothen­kirchen und Hünfeld an. Lesungen und Gebete wurden von den beiden Pfarrern unserer Gemeinde und von unseren beiden Lektorinnen Lydia Benke und Erika Weiß vorgetragen. Auf diese Weise wurde deutlich, dass die Zusammenarbeit im Kooperationsraum die Chance bietet, etwas gemeinsam zu gestalten, was für jede einzelne Gemeinde allein gar nicht möglich wäre. Deshalb kann man mit dem Titel des Eingangsliedes des Reformationsgottesdienstes sagen: „Gut, dass wir einander haben.“

Gut, dass wir Frau Dr. Lang haben
Zu den Mitwirkenden des Gottesdienstes gehörte auch der Dekan unseres Kirchenkreises, Bengt Seeberg. Er hielt nicht nur die Predigt, sondern würdigte auch das langjährige Engagement von Frau Dr. Friederike Lang mit der Verleihung der Elisabeth-Medaille. Diese besondere Ehrung unserer Landeskirche wird nur Personen zuteil, deren ehrenamtlicher Einsatz über die Grenzen der eigenen Gemeinde hinaus reicht. So dankte Dekan Seeberg Frau Dr. Lang nicht nur für ihr 18 jähriges Wirken als stellvertretende Vorsitzende des Kirchenvorstands unserer Gemeinde, sondern auch für ihr Engagement in der Synode unseres Kirchenkreises, der Frau Dr. Lang ebenfalls 18 Jahre lang angehörte. Aus diesem Gremium ist Frau Dr. Lang inzwischen ausgeschieden. Als Kirchenälteste ist sie aber weiterhin Mitglied unseres Kirchenvorstands und wird sich dort auch in Zukunft mit Rat und Tat einbringen. Deshalb können wir auch weiterhin sagen: Gut, dass wir Frau Dr. Lang haben.

Gut, dass wir das Stiftsgewölbe haben
Im Anschluss an den Reformationsgottesdienst waren die Teilnehmenden noch zu einem Imbiss eingeladen. Für die große Zahl der Gäste hätte der Raum in unserem Gemeindehaus allerdings nicht ausgereicht. Deshalb ist es gut, dass wir das Stiftgewölbe haben. Oder besser gesagt: Es war gut, dass die Stadt Hünfeld uns das Stiftsgewölbe für diesen Zweck zur Verfügung gestellt hat. So brauchten die Gäste nach dem Verlassen unserer Kirche nur wenige Meter zu Fuß zurückzulegen, um in die Gasträume zu gelangen, in denen Mitglieder unseres Kirchenvorstands schon alles für das gemeinsame Essen vorbereitet hatten. Bei Gemüse- und Gulaschsuppe, die das THW geliefert hatte, bestand die Gelegenheit, sich noch etwas auszutauschen. Allen, die zum Gelingen dieses Abends beigetragen haben, sei an dieser Stelle noch einmal herzlich gedankt!

Pfarrer Jürgen Gossler

Krippenspiel am Heiligen Abend
„Auf dem Weg nach Bethlehem“ ...

... unter diesem Motto stand das Krippenspiel, das Kinder im Alter zwischen 4 und 12 Jahren am Heiligen Abend im Familien-Gottesdienst in der vollbesetzten Stiftskirche aufführten.

Das erste Vorbereitungstreffen fand bereits Ende November statt.
...
Jeden Sonntag um 11 Uhr trafen sich die 17 Kinder mit den drei ehrenamtlichen Helferinnen Daniela Dietl, Andrea Durstewitz und Elli Schulz sowie Pfarrer Stefan Remmert, um die Aufführung vorzubereiten. Beim ersten Treffen wurden die Rollen im Gemeindezentrum vergeben. Besonders die Engel waren wieder heiß begehrt! In den nächsten Wochen wurde fleißig in der Kirche mit Mikrofon sowie mit Kostümen und Requisiten geprobt.

Im Mittelpunkt des Stücks, das sich eng am Evangelium orientierte, stand auch in diesem Jahr die Herbergssuche, doch waren die Sprechpassagen in Reimform konzipiert. Die meisten „Schauspieler“ waren schon zum wiederholten Male dabei und zeigten sich selbstbewusst, zum Beispiel als Erzählerin auf der Kanzel oder unterstützten Pfarrer Remmert bei den Fürbitten. Das Krippenspiel wurde von den traditionellen Weihnachtsliedern „Macht hoch die Tür“, „Ihr Kinderlein kommet“, „Kommet, ihr Hirten“, „Vom Himmel hoch“ und „Stille Nacht“ begleitet. Zum krönenden Abschluss des Familiengottesdienstes sang die ganze Gemeinde „O du fröhliche“.

Im Anschluss an das Erinnerungsfoto bemerkte ein kleines Engelchen traurig: „Ich bin traurig, dass wir uns nun nicht mehr treffen werden.“ Ich bin sicher, dass es auch in diesem Jahr wieder ein Krippenspiel geben wird, für das im Herbst 2020 wieder viele fleißige und mutige Schauspieler gesucht werden.

Andrea Durstewitz

Bildquellen: Magazin Gemeindebrief 2/2020, Medio.tv, Privatfotos

Monatsspruch "Juli 2020"

Der Engel des HERRN rührte Elia an und sprach: Steh auf und iss! Denn du hast einen weiten Weg vor dir.
1.Kön 19,7
Geistlicher Impuls zum Wochenspruch Lukas 19,10
„Der Menschensohn ist gekommen, zu suchen und selig zu machen, was verloren ist.“
Das 'Wort des Tages'
und eine Andacht zu den jeweiligen Sonntagen finden Sie auf der