Evangelische Kirchengemeinde Hünfeld

Liebe Gemeinde,

am 23. Juli soll es so weit sein: Dann sollen in Tokio die Olympischen Sommerspiele eröffnet werden, die eigentlich schon im vergangenen Jahr stattfinden sollten. Ob es wirklich dazu kommen wird, stand bei Redaktionsschluss des Gemeindebriefs allerdings
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noch nicht fest. Denn die Mehrheit der japanischen Bevölkerung steht der Durchführung der Spiele in Anbetracht der Infektionslage in ihrem Land skeptisch gegenüber. Die Athleten dagegen, die sich jahrelang auf das sportliche Großereignis vorbereitet haben, hoffen natürlich, dass die Spiele ausgetragen werden können. Und dann wird wieder das Motto gelten: schneller, höher, weiter. Als Zuschauer kann auch ich mich der Faszination der sportlichen Wettkämpfe nicht entziehen und hoffe, dass Malaika Mihambo wieder weiter springen wird als ihre Konkurrentinnen.

Dennoch möchte ich Ihnen (nicht nur) für die beginnende Urlaubszeit ein anderes Motto nahelegen: Statt schneller, höher, weiter empfehle ich Ihnen: langsamer, tiefer, näher. Wenn man diesem Motto folgt, kann man keine Rekorde brechen und keine Konkurrenten besiegen. Aber man kann die Natur intensiver erleben und genießen. Am besten geht das beim Wandern. Man kann zwar auch mit dem Auto die Landschaft an sich vorüberziehen lassen oder sie mit dem Fahrrad durchstreifen. Aber weil man beim Wandern langsamer unterwegs ist, entdeckt man vieles, das einem sonst verborgen bliebe. Man kann jederzeit innehalten, sich tiefer herabbeugen und näher betrachten, was es an Wegen oder in Wiesen zu bewundern gibt: die Schönheit einer Blume zum Beispiel oder eines Schmetterlings. Und dabei bekommt man ein Gespür für seine Verbundenheit mit der wunderbaren Schöpfung Gottes.

Um das zu erleben, braucht man übrigens nicht weit zu reisen. In unserer Gegend kann man sich das Wort zu eigen machen: „Warum denn in die Ferne schweifen, wenn das Gute liegt so nah.“ Für eine abwechslungsreiche Wanderung ohne lange Anreise kann ich Ihnen beispielsweise die gut ausgeschilderte Extratour Weinberg vorschlagen, die vom Haselsee über Großenbach zum Weinberg und von dort zurück zum Haselsee führt.

Wo und wie auch immer Sie Ihren Urlaub verbringen: Ich wünsche Ihnen eine entspannte, erholsame Zeit und hoffe, dass Sie die Schöpfung Gottes mit allen Sinnen genießen können.

Mit herzlichen Segenswünschen grüßt Sie

Pfarrer Jürgen Gossler

Neue Kollektenordnung

Seit Anfang des Jahres gilt in unserer Landeskirche eine neue Kollektenordnung. Nach dieser Ordnung gibt es im ganzen Jahr nur noch zehn sogenannte Pflichtkollekten. Sieben davon werden von der Landeskirche, drei von der Ev. Kirche in Deutschland (EKD)
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festgelegt. Das in diesen Gottesdiensten gesammelte Geld muss in voller Höhe für den genannten Kollektenzweck abgeführt werden. Alle anderen Kollekten werden in einem Fond gesammelt. 15% dieses Fonds werden zum Jahreswechsel in einer Summe an die Landeskirche übertragen. Auf diese Weise soll künftig die hohe Zahl der Buchungen vermieden werden, die früher bei der wöchentlichen Einzahlung der Kollekten entstanden ist und mit unverhältnismäßig hohen Buchungs- und Verwaltungskosten verbunden war. Die Landeskirche verteilt das ihr überwiesene Geld dann an weitere von ihr geförderte Projekte.

85% des Fonds verbleiben in der Kirchengemeinde. Über die Verwendung dieses Geldes entscheidet der Kirchenvorstand. Das Geld kann sowohl für Projekte der eigenen Gemeinde als auch für gemeindeübergreifende Projekte verwendet werden. Welchen Zwecken der gemeindliche Anteil der gesammelten Kollekten zugutekommen soll, kann der Kirchenvorstand rückwirkend festlegen.

Wir werden Sie im ersten Gemeindebrief des Jahres 2022 darüber informieren, welche Entscheidungen der Kirchenvorstand hinsichtlich der Verwendungszwecke des gemeindlichen Kollektenanteils getroffen hat. Sie können aber selbstverständlich nach wie vor davon ausgehen, dass Ihre Kollekte stets einem guten Zweck zukommen wird. In diesem Sinne: Vielen Dank für Ihre Gaben!

Pfarrer Jürgen Gossler

Neue Fenster für den Kindergarten

Da die Fenster unseres Kindergartens schon arg in die Jahre gekommen waren und das Land Hessen Gelder zur Verbesserung der Corona-Schutzmaßnahmen in den Kitas bereitgestellt hat, nutzten wir diese Chance.

Es wurden in allen Gruppenräumen, im Büro
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und in der Turnhalle die Fenster ausgetauscht, sodass eine optimale Lüftung möglich ist. Zusätzlich wurden neue elektrische Rollläden eingebaut und Fliegengitter angebracht.

Da die Gelder nur für kurze Zeit bereitstanden, war die Zeitspanne von der Planung bis zur Durchführung sehr gering. Somit mussten wir auch etwas überstürzt den Eltern mitteilen, dass der Kindergarten in der Woche nach Ostern geschlossen hat und nur in der Außengruppe eine Notbetreuung stattfinden kann. An dieser Stelle möchten wir uns nochmals bei den Eltern bedanken, die spontan die Betreuung ihrer Kinder organisierten. Vielen Dank!

Hier noch einige fotografische Impressionen der Arbeiten:

Brigitta Grosch

Schulanfängeraktionen

Nun ist es soweit, die letzten Wochen der Schulanfänger im Kindergarten haben begonnen. Leider kam diese Zeit durch Corona noch schneller als uns lieb war. Um den Kindern noch eine schöne und interessante Zeit bei uns zu ermöglichen, haben wir uns
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neben den üblichen Spielen und Aufgaben für die Großen auch dieses Jahr noch einige besondere Aktionen einfallen lassen.

Beginnen werden wir mit einem Kunstprojekt, bei dem aussortierte Schuhe angemalt und dekoriert werden. Diese können dann beispielsweise als Blumenübertöpfe dienen. Außerdem findet natürlich, wie jedes Jahr, in den einzelnen Gruppen ein Schulranzenfest statt. Dazu dürfen die Kinder ihre Schulranzen mitbringen und den anderen Kindern stolz präsentieren.

Des Weiteren ist für die Vorschulkinder ein Sportfest geplant, bei dem neben dem Sport auch der Spaß im Vordergrund stehen wird. Und zu guter Letzt werden wir bei einem spannenden Abschlussabend die Kindergartenzeit gemütlich ausklingen lassen.

Wir freuen uns schon sehr auf diese besondere Zeit!

Brigitta Grosch

Konfirmationen des Jahrgangs 2019/2020

Die Konfirmationen für die 29 Jugendlichen des Jahrgangs 2019/2020 fanden an vier Samstagen im Mai, beginnend mit dem 8. Mai, statt. Angehörige und Freunde, die aufgrund der Pandemie-Situation nicht in der Kirche anwesend sein konnten, hatten die Möglichkeit, die Gottesdienste online zu verfolgen.

Konzept zum Schutz vor sexualisierter Gewalt

Wenn Eltern ihre Kinder in die Hände anderer Menschen geben, ist das immer ein Ausdruck von Vertrauen. Im Neuen Testament wird davon berichtet, dass Menschen dieses Vertrauen in besonderem Maße zu Jesus hatten. Der Evangelist Markus erzählt folgende
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Begebenheit:

Einige Leute brachten Kinder zu Jesus. Er sollte sie segnen. Aber die Jünger wiesen sie schroff zurück. Als Jesus das merkte, wurde er zornig und sagte zu ihnen: „Lasst doch die Kinder zu mir kommen, hindert sie nicht daran. Denn für Menschen wie sie ist das Reich Gottes da. Amen, das sage ich euch: Wer sich das Reich Gottes nicht wie ein Kind schenken lässt, wird nie hineinkommen.“ Und er nahm die Kinder in die Arme, legte die Hände auf sie und segnete sie. (Markus 10,13-16 - Basis-Bibel)

Das Vertrauen, das die Menschen Jesus entgegengebracht haben, hatten sie lange Zeit auch zu Vertretern der Kirche Jesu Christi. Eltern haben darauf vertraut, dass ihre Kinder bei diesen Personen in guten Händen sein würden: bei Pfarrern, bei Leitern von Kinder- und Jugendgruppen, bei Erziehern in kirchlichen Internaten und Jugendheimen. Oft war das auch so. Aber nicht immer. Ja, manchmal war das abgrundtiefe Gegenteil der Fall. Die Begegnungen mit den Verantwortlichen kirchlicher Einrichtungen wurden für die Kinder nicht zum Segen, sondern zum Fluch. Was sie bei diesen Begegnungen erlebten, hatte mit dem Reich Gottes nichts zu tun. Für manche Kinder war es eher die Hölle auf Erden. Denn sie wurden von den Vertrauenspersonen missbraucht. Wehrlose Kinder wurden zu Opfern sexueller Gewalt. Ihre zarten Seelen wurden erschüttert. Mit Langzeitfolgen. Zuerst und lebenslang für die Opfer. Doch inzwischen haben die Folgen auch die Kirche eingeholt.

Der Missbrauchsskandal erschüttert die Kirche in ihren Grundfesten, vor allem die römisch-katholische. Kardinal Marx, der langjährige Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz, hat Anfang Juni seinen Rücktritt angeboten. Er wollte damit ein Zeichen setzen. Als prominenter Repräsentant der römisch-katholischen Kirche wollte er Verantwortung für deren unzureichende Aufarbeitung des Missbrauchsskandals übernehmen.

Die Zahl der Missbrauchsfälle hat in der römisch-katholischen Kirche zwar eine andere Dimension als in der evangelischen. Aber auch in der evangelischen Kirche hat es solche Fälle gegeben, besonders in evangelischen Kinderheimen. Und jeder Fall war einer zu viel. Missbrauch von Kindern auch in der evangelischen Kirche aufzuarbeiten ist daher notwendig. Das schulden wir den Opfern. Aber ebenso wichtig ist es, solchen Vorkommnissen in Zukunft vorzubeugen. Deshalb soll in der evangelischen Kirche ein Konzept zum Schutz von sexualisierter Gewalt entwickelt werden - zum Schutz von Kindern und Jugendlichen, aber auch von Erwachsenen. Die Synode des Kirchenkreises Fulda wird sich mit diesem Thema bei ihrer Herbsttagung im Oktober befassen.

Wir werden uns mit der Frage auseinandersetzen müssen, wie wir alles vermeiden können, was auch nur den Anschein erwecken könnte, dass Kinder in kirchlichen Einrichtungen der Gefahr des Missbrauchs ausgesetzt sein könnten. Das wird nicht einfach sein. Von Jesus wird erzählt, dass er die Kinder in die Arme genommen hat. Durch diese Geste hat er ihnen seine Nähe und seine Wertschätzung gezeigt. Das werden Verantwortliche in kirchlichen Einrichtungen in Zukunft nicht mehr tun können, ohne sich dem Verdacht von missbräuchlichen Übergriffen auszusetzen.

Schon vor einigen Jahren hat mir ein Kollege erzählt, dass er im Kindergarten seiner Gemeinde die Gruppenräume nur noch in Begleitung einer Erzieherin betritt. Damals habe ich das noch für überzogen gehalten. Heute habe ich dafür Verständnis. Deshalb hoffe ich, dass es gelingen wird, ein Konzept zu erarbeiten, das die Kinder wirksam vor sexualisierter Gewalt schützt, ohne den Menschen, die haupt- oder ehrenamtlich mit Kindern zu tun haben, völlig zu verunsichern und ihnen jegliche Unbefangenheit und Spontaneität zu nehmen. Denn es wäre bedauerlich, wenn Kinder zwar vor Übergriffen geschützt wären, aber nicht mehr die Erfahrung machen könnten, dass in kirchlichen Einrichtungen Menschen tätig sind, denen ihr Wohlergehen am Herzen liegt.

Pfarrer Jürgen Gossler

Gerettet auf Hoffnung hin

Zurzeit geht es uns so wie den Menschen und Tieren in der Arche Noah, als die Sintflut endlich gewichen war und alle wieder Land gesehen haben: Der Radius, in dem wir uns bewegen, wird langsam wieder größer. Aber die Freiheit, die wir vor der Corona-Krise
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hatten, ist noch längst nicht wieder erreicht.

Haben Sie sich jemals gefragt, wie es sich für Mensch und Tier angefühlt haben muss, nach Monaten in der Arche irgendwann endlich wieder raus zu dürfen? Wie kann man sich das vorstellen? Eher so wie die Kälber, die im Frühling den Stall verlassen und Sprünge vollführen, als wollten sie gar nicht mehr auf den Boden zurück? Oder tastend und vorsichtig, so als traue man dem Frieden nicht recht?

Wir erleben beides in diesen Tagen: die Freude an den neuen Möglichkeiten und die Furcht vor dem, was diese Freiheiten bewirken könnten. Wir haben es in der Hand, wie verantwortlich wir miteinander umgehen. Und ehrlich gesagt: Wir haben auch schlechte Erfahrungen damit gemacht, was Menschen mit ihrer Freiheit anstellen. Denn wir Menschen haben Hunger. Es ist nicht nur der Wunsch nach einem guten Essen. In uns drängt die Sehnsucht nach einander. Wir sind hungrig nach Gemeinschaft. Gleichzeitig bleiben wir unsicher. Wie sollen wir miteinander umgehen? Wieviel Nähe ist angemessen? Wieviel Distanz ist klug? Soll ich beim ersten Besuch bei meinen Kindern, Eltern, Geschwistern darauf verzichten, sie in die Arme zu nehmen? Verhalten, das uns bisher selbstverständlich erschien, muss jetzt überdacht werden. Was uns immer eindeutig war, ist der Verunsicherung gewichen.

Darum brauchen wir Zuversicht, dass es sich lohnt, trotzdem hinauszugehen. Wir brauchen Zuversicht, dass die Begegnung mit anderen Menschen uns mehr bringt, als dass sie uns bedroht. In diesen Tagen brauchen wir gemeinsame Gottesdienste dringender denn je. Gottes Geist hilft uns durch Unsicherheiten hindurch. Wir sind gerettet, aber das bedeutet nicht, dass wir nicht zu leiden hätten. Die Welt ist, wie Gott sie eingerichtet hat: wunderschön, voller Menschen, Tieren, Pflanzen, Bakterien und auch Viren. Unser eignes Leben in dieser Welt ist endlich, denn wir sind nicht Gott, sondern seine Geschöpfe - wie alles andere auch. Wir sind gerettet auf Hoffnung hin.

Wir können das Virus nicht sehen, wir sehen lediglich seine Wirkung. Wir wissen, dass es da ist, wenn wir die Symptome erkennen. Und selbst die können wir falsch deuten. Gegen diese unsichtbare Gefahr ist eine unsichtbare Hoffnung genau das richtige Mittel. Wir sind gerettet und wir dürfen die Wirkung, die Symptome dieser Rettung spüren. Wir können spüren, wie wir geduldiger und ruhiger werden. Und wir können vor allem dankbar sein. Dafür, dass es einen wirksamen Impfstoff gibt und dass wir alle die Chance haben, durch das Impfen gesund zu bleiben.

Gehen Sie in den Gottesdienst! Und lassen Sie es zu, dass Sie über anderes als Corona nachdenken! Sehen Sie zu, was geschieht! Seien Sie aufmerksam, aber erstarren Sie nicht. Lassen Sie Ihren Blick und Ihre Seele offen sein für einen guten Ausgang. Sammeln Sie Nahrung für Ihre Zuversicht. Schauen Sie auf das, was gelingt. Freuen Sie sich an frischer Luft und freundlichen Begegnungen. Halten Sie Kontakt zueinander.

Und noch etwas: Es hat ja Anfang Juni endlich mal wieder geregnet im Land. Da waren die Chancen groß, einen Regenbogen zu entdecken. Dieses Hoffnungszeichen hat Gott nach der Sintflut an den Himmel gemalt. Erinnern wir uns also daran, dass Gott es gut mit uns meint. Erinnern wir uns selbst, erinnern wir andere und erinnern wir Gott daran.

Bleiben Sie behütet!

Erika Weiß

Gottesdienste und Gemeindeveranstaltungen in der Corona-Zeit

Unsere Gemeindegottesdienste finden in der Regel sonntags um 10.00 Uhr in der Stiftskirche statt. Aus hygienischen Gründen wird vorläufig kein Abendmahl gefeiert.

Für die Teilnahme am Gottesdienst ist keine Anmeldung
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erforderlich. Von allen Teilnehmenden müssen jedoch einige Angaben zur Person erfasst werden, um ggf. eine Nachverfolgung von Infektionen mit dem Corona-Virus zu ermöglichen. Dies gilt auch im Hinblick auf die Teilnahme an Taufen, Trauungen und Trauerfeiern. Um die Erfassung der erforderlichen Daten zu erleichtern, bitten wir alle Gemeindemitglieder, nach Möglichkeit Name, Adresse und Telefonnummer bereits in schriftlicher Form mitzubringen und vor Beginn des Gottesdienstes abzugeben. Ein vorbereitetes Formular dafür ist auf unserer Homepage zu finden.

Um der Gefahr einer Infizierung mit dem Corona-Virus entgegenzuwirken, müssen einige Schutzmaßnahmen beachtet werden:
  • Während der gesamten Dauer des Gottesdienstes ist das Tragen einer medizinischen Schutzmaske erforderlich.
  • Am Eingang der Kirche steht ein Spender zur Desinfektion der Hände bereit.
  • Wegen der damit verbundenen erhöhten Infektionsgefahr ist kein Gemeindegesang erlaubt.
  • Wie in allen öffentlichen Räumen gilt ein Abstandsgebot von 1,5 Metern zur nächsten Person. Das Abstandsgebot gilt nicht für Personen, die demselben Hausstand angehören. Bei entsprechend niedrigen Inzidenzzahlen dürfen Personen aus zwei Haushalten in derselben Bank Platz nehmen.
Für Gemeindemitglieder, die aus gesundheitlichen Gründen nicht am Gottesdienst teilnehmen können, besteht die Möglichkeit, die Predigt des Gottesdienstes auf der Homepage nachzulesen. Wer nicht über einen Internetzugang verfügt, kann sich die Predigt auch schriftlich zusenden lassen. Ein Anruf im Gemeindebüro (Tel. 2385) genügt. Soweit möglich, werden Gottesdienste auch gestreamt.

In den Konfirmationsgottesdiensten am 4. und 11. Juli sowie am 19. September sind alle Plätze in unserer Kirche für die Familien unserer Konfirmandinnen und Konfirmanden reserviert. Wir bitten dafür um Verständnis.

Taufen sind in der Regel im Anschluss an Gemeindegottesdienste möglich. Bitte wenden Sie sich mit Ihrem Taufwunsch möglichst frühzeitig an das Gemeindebüro.

Für Beerdigungen gibt es zwar keine gesetzlich vorgeschriebene Beschränkung der Teilnehmerzahl mehr. Faktisch ergibt sich eine solche Beschränkung aber durch das Abstandsgebot. Die Angehörigen von Verstorbenen werden daher gebeten, den Kreis der Teilnehmenden an der Trauerfeier weiterhin zu begrenzen.

Die monatlichen Gottesdienste in den Hünfelder Seniorenwohnheimen konnten inzwischen wieder aufgenommen werden. Sofern es die Infektionslage erlaubt, finden die Gottesdienste im Seniorenwohnheim Mediana St. Ulrich am 1. Donnerstag des Monats statt, die Gottesdienste in der Seniorenresidenz Mediana am 2. Donnerstag des Monats und die Gottesdienste im Seniorenwohnheim Bethanien am 4. Donnerstag des Monats. Die Gottesdienste beginnen jeweils um 15.30 Uhr.

Bis auf Weiteres finden keine regelmäßigen Gruppentreffen im Gemeindehaus statt. Sollte die Aufnahme von Gruppentreffen wieder erlaubt sein, werden wir dies auf unserer Homepage und über die lokalen Zeitungen mitteilen.

Generell gilt immer noch: Da niemand mit Sicherheit sagen kann, wie sich das Infektionsgeschehen weiter entwickeln wird, sind alle Terminangaben ohne Gewähr.

Welcher Mensch möchte ich gerne sein?

Eine der interessantesten Fragen, die es im menschlichen Leben gibt, ist für mich die folgende: Wer möchte ich sein?

Diese Frage beinhaltet mehrere Aspekte. Zum einen den Aspekt des Zustandes: Bin ich mit dem, wo ich jetzt angekommen bin, wo ich
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lebe, wie ich jetzt aussehe, in welchem Alter ich mich befinde usw. zufrieden? Oder will ich eigentlich gar nicht der sein, der ich jetzt bin?

Dann ist da der Aspekt des Werdens. Die Frage geht davon aus, dass ich eine Wahl habe. Ich kann mich verändern, ansonsten wäre sie als ernstgemeinte Frage sinnlos. Die Frage behauptet also, dass ich über die Fähigkeit verfüge, mich zu verändern. Was wiederum bedeutet, dass ich über Fähigkeiten verfüge, die mir nicht bewusst sind oder die ich noch nicht in Anspruch genommen habe - schlafende Talente eben.

Schließlich wirft die Frage das Problem des Ziels auf. Wohin will ich mich verändern? Was strebe ich an? Was kann ich - noch - erreichen? Und: Wer bestimmt mein Ziel? Habe ich das Ziel selbst gewählt, habe ich es übernommen oder hat jemand anders für mich dieses Ziel ausgesucht?

Sie sehen, die Frage „Wer möchte ich sein?“ bündelt eine Menge weiterer Fragen, und dabei habe ich noch nicht einmal eine vollständige Liste erstellt. Gleichzeitig ist es aber die Frage, die uns Menschen wohl immer wieder umtreibt.

Seit Beginn dieses Jahres bin ich Diabetiker Typ 1, also Totalausfall der Bauchspeicheldrüse als Folge einer Autoimmunreaktion meines Körpers. In meiner Sprache sagt die Pankreas: „Es war nett mit dir, aber nach mehr als fünfzig Jahren muss ich jetzt mal weg - für immer.“

Für uns Betroffene gibt es Hilfsmittel, unter anderem einen Chip, der den Blutzucker misst, aber sichtbar im Oberarm steckt. In meiner Diabetikergruppe machen sich Frauen Gedanken, wie dieser Chip wohl bei der anstehenden Bade- und Strandsaison aussieht, denn er ist nicht hautfarben, sondern weiß. Das geht so weit, dass sie diesen Chip an Körperstellen anbringen, wo er seine Wirkung, nämlich die permanente Blutzuckerkontrolle nicht bzw. nur schlecht erfüllen kann. Das vermeintlich gute Aussehen geht ihnen über ihre Gesundheit.

Für mich gilt bezogen auf die Frage „Wer möchte ich sein?“ konkret: Ich möchte die Hilfen, die mir angeboten werden, dankbar annehmen. Ich möchte mich nicht verstecken, gleichzeitig aber auch nicht meine Krankheit wie ein Schild vor mir hertragen. Ich möchte ein Mensch sein, der sich in seinem Sein annehmen kann, mit seinem Leben, seinem Aussehen.

Dies entspricht sinngemäß einem Vers aus Psalm 139, der auch gerne als Taufspruch gewählt wird: „Ich danke dir, Gott, und staune, dass ich so wunderbar geschaffen bin. Ich weiß, wie wundervoll deine Werke sind.“ (Ps 139,14)

Wer möchte ich sein? Jemand, der sich von Gott angenommen weiß und die göttlichen Wahrheiten in seinem Leben beheimatet.

Pfarrer Stefan Remmert

Liebe Leserinnen und Leser,

der Spruch für den Monat Juli stammt aus der Apostelgeschichte. Paulus hat diese Sätze auf dem Areopag in Athen gepredigt. Ist das nicht eine schöne und tröstliche Zusicherung, gerade in diesen Zeiten, in denen noch immer „Social Distancing“ angesagt
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ist? Denn auch wenn wir es nicht immer fühlen: Gott ist uns ganz nah. Wir leben in ihm, durch ihn und mit ihm, und wir sind eingeladen, mit zu weben am bunten Teppich des Lebens. Egal ob wir einen vorhandenen Faden aufgreifen und fortführen möchten oder mit einem ganz neu gesponnenen Faden einen neuen Akzent setzen wollen: In Gott leben, weben und sind wir.

Gabriele Weidig

Bildquellen: Magazin Gemeindebrief 2003/5, 2005/3, 2013/2, 2016/3, 2016/5, 2019/2, 2019/3, 2021/4, 2021/5, Privatfotos

Monatsspruch "Juli 2021"

Gott ist nicht ferne von einem jeden unter uns. Denn in ihm leben, weben und sind wir.
Apg 17,27
Gottesdienst zum 8. Sonntag nach Trinitatis
... aus der Stiftskirche in Hünfeld (Livestream,
ab 25. Juli, 10 Uhr)
Aktuelle Richtlinien für den Kindergartenbetrieb
Das Hessische Ministerium für Soziales und Integration (HMSI) hat die anstehenden Änderungen bei den Vorgaben für den Kita-Betrieb in einem „Eltern-Fachkraft-Brief“ zusammengefasst.
  Hier lesen
Erzieher (m/w/d) gesucht
für unseren Kindergarten "Zum Heiligen Kreuz"
Nähere Informationen und die Stellenbeschreibung
Gottesdienst
::: Sonntag, 5. September
14.00 Uhr Gottesdienst des Kooperationsraums Hünfelder Land im Steinbruch bei Steinbach
::: Sonntag, 19. September
10 Uhr Konfirmationsgottesdienst für Konfirmand*innen des Konfi-Kurses 2020/2021 und deren Angehörige
::: Sonntag, 3. Oktober
10.00 Uhr Gottesdienst zum Erntedankfest